„Alles geritzt – vom Umgang mit Druck“

Präventionsprojekt gegen selbstverletzendes Verhalten an Schulen

Inhalte des Präventionsprojekts sind das Erkennen von Druck und die Entwicklung von unterschiedlichen Strategien im Umgang damit. Kernelement ist eine Sensibilisierung der Mädchen sich gut um sich selbst zu kümmern, sorgsam und liebevoll mit sich selbst umzugehen. Es geht nicht darum Teilnehmerinnen zu outen, sondern allen Mädchen soll Mut gemacht werden, sich in schwierigen Situationen und Gefühlslagen Unterstützung bei Erwachsenen zu holen, anstatt die Mitschülerinnen zu belasten, die durch das geheime Wissen, um die Schwierigkeiten einer Freundin enorm belastet werden.

Es geht um einen Enttabuisierung des Themas, aber auch darum einen alternativen Umgang mit den darunterliegenden Schwierigkeiten aufzuzeigen. Mit Hilfe unterschiedlicher Methoden erarbeiten wir mit den Mädchen im Stuhlkreis, teilweise auch in Kleingruppenarbeit, welche Mittel sie bereits haben um Stress in Belastungssituationen abzubauen und welche sie für sich neu entwickeln können.

Vor der Duchführung an der Schule wird ein Elternabend angeboten, der die Eltern mit den Inhalten des Präventionsprojektes vertraut macht und sie auf den Umgang mit schwierigen Situationen mit den eigenen Kindern und/oder deren Freunde vorbereitet. Wie reagiere ich, wenn ich feststelle, dass mein Kind sich ritzt? Wo kann ich Hilfe holen?

 

Teilnehmerkreis: alle Mädchen einer Schulklasse ab 2.Halbjahr 6. Klasse oder 7.Klasse

Umfang: Elternabend und 3 Schulstunden pro Klasse

Durchführung: eine Mitarbeiterin der Beratungsstelle und eine Schulsozialarbeiterin (bewusst kein/e LehrerIn und ausschließlich weibliche Projektleiterinnen))

Ansprechpartner: Maria Jocham (Dipl. Psychologin, systemische Therapeutin (SG), Psychologische Beratungsstelle der Diakonie in Wangen)